Internet in Australien

Cache directory "/var/www/vhosts/inaustralien.de/httpdocs/wp-content/plugins/ttftitles/cache" is not writable.Internet in Australien

Wer nicht vor hat, demnächst für längere Zeit nach Australien zu fliegen, den wird das jetzt evtl. nicht sonderlich interessieren. Falls sich aber jemand auf diese Seite verirrt, weil er wissen möchte, wie im 21. Jahrhundert Backpacking und Internet in Down Under vereinbar sind, dann möchte ich ihm meine bisherigen Erfahrungen kurz und schmerzlos mitteilen.

 

Wenn man quasi als Urmensch ohne technische Geräte den Flieger verlässt und auch nicht vor hat, sich ein kleines Laptop oder zumindest ein internetfähiges Mobiltelefon zuzulegen, hat man eigentlich schon verloren. Ja! Denn all jene sind auf Teufel und Verderb den Internet-Cafés ausgeliefert, die neben unverschämt hohen Preisen fast ausschließlich Viren verseuchte Rechner anbieten. Ausnahmen gibt es zwar immer, aber verlassen kann man sich darauf nicht. Bank-Geschäfte kann man vergessen, selbst ein gehackter Facebook- oder StudiVZ-Account kann ganz schön ärgerlich sein. Solltest Du zu diesen Leuten gehören: Ab in den nächsten Shop, kleine Internet-Laptops gibt es schon ab einigen hundert Dollars, das könnte sich bei den teils hohen Internet-Café-Gebühren sogar weitgehend refinanzieren. Einfach mal nach Asus EEE oder Netbook suchen.

 

WLAN / Wardriving
Mc Donalds hat in fast allen Restaurants mittlerweile kostenlose Hotspots, wo man schnell mal Mails checken kann.

 

Interessant wird es, wenn man mit einem eigenen Gerät ins Netz möchte. In Sydney und auch allen anderen großen Städten findet man recht schnell offene WLAN-Netze, über die man kurz zuhause anrufen oder Emails checken kann. Nach 15 Minuten Autofahrt sind wir spätestens auf ein Opfer gestoßen. Man muss aber beachten, dass es eine Flatrate wie in Deutschland nicht gibt, fast alle Haushalte haben recht knapp bemessene Cap Plans, die oft 2 – 10 GB pro Monat beinhalten. Wenn die aufgebraucht sind, surft man mit Modem-Geschwindigkeit. Wenn ein gefundenes Netz also sehr langsam ist, dann befindet man sich sehr wahrscheinlich in der zweiten Monatshälfte ;) . Generell ist es nicht nett, per Wardriving größere Datenmengen aus dem Netz zu saugen.

 

Prepaid
Das ist die einfachste Lösung, mit der man zumindest das Minimum abdeckt: Email. Telstra Prepaid ist beim Telefonieren im Vergleich zu anderen Anbietern wie z.B. Optus teuer. Aber es hat auch einige Vorteile, u.a. kann man recht einfach Datenpakete kaufen, die 30 Tage gültig sind, die sogenannten BROWSE PLUS PACK. Außerdem benötigt man kein spezielles 3G-Handy, sondern kann sein deutsches benutzen, solange es GPRS-fähig ist. Hier sind die Preise:

 

BROWSEPLUS5 – $5 – 5 MB
BROWSEPLUS10 – $10 – 20 MB
BROWSEPLUS29 – $29 – 80 MB
BROWSEPLUS59 – $59 – 200 MB
BROWSEPLUS89 – $89 – 1000 MB

 

Datenpakete kann man einfach per SMS bestellen und bekommt sie umgehend aktiviert. 10$ oder 20 MB im Monat reichen bei uns aus, um täglich Emails zu lesen und zu beantworten.

 

Update 22. August 2008

 

Optus bietet jetzt das gleiche an, nur etwas günstiger. Wenn man sich einen $10-Top-Up Voucher kauft, kann man ihn auch als Datenpaket (REVUP DATA) einsetzen, damit erhält man dann 30MB, die ebenfalls 30 Tage gültig sind. Alle Infos zum Optus Top-Up gibt es hier.

 

Zum Surfen nutze ich mein deutsches Handy (Sony Ericsson) als Modem am Rechner, das sollte mit allen halbwegs aktuellen Geräten funktionieren, solange man die zugehörige Software besitzt (kann man kostenlos beim Hersteller laden, wenn dieser es anbietet).
Wenn keine Software existiert, kann man evtl. sein Telefon direkt benutzen, um Emails abzurufen, allerdings benötigt man dazu ein Telefon mit Email-Client.

 

Wenn man Telstras Browse Plus Pack bzw. REVUP DATA von Optus mit Rechner und (Handy-)Modem benutzt, sollte man darauf achten, dass das Email-Programm nur die Header, also die Betreff-Zeile, herunterlädt, nicht gleich die gesamte Email. Anhand der Größe kann man dann selber bestimmen, welche Email man lesen möchte und welche man besser auf später verschiebt. Alle gängigen Email-Programme wie Thunderbird oder Outlook kann man entsprechend konfigurieren.

 

Mit dem Datenpaket kann man natürlich auch den Browser starten und munter im Netz surfen. Dabei sollte man aber immer die verbrauchte Datenmenge im Auge behalten, 10 MB sind nach gut 20 Minuten weg, das kommt aber immer auf die Seiten an. Youtube kann man definitiv vergessen!

 

Im Schnitt hat man mit Telstra GPRS etwa 20 kB / sek. Zum dauerhaften Surfen zu langsam, für Emails völlig ok. Google Maps dauert auch seeehr lange.

 

3G / UMTS
Welcome to the new world! Das UMTS-Netz in Australien heißt 3G und um das zu benutzen, braucht man ein spezielles 3G Phone, das UMTS-Gerät aus Deutschland funktioniert hier nicht. So hat man es mir zumindest im Telstra-Shop gesagt, diesen Aussagen traue ich aber nicht unbedingt. Falls also jemand besser weiß, lass ich mich da gern belehren.

 

Optus
Von Optus bekommt man 1GB für 30$ Prepaid, gültig für einen Monat. Der Vorteil an Optus ist, dass es kostenlos ins 2G-Netz roamt, wenn kein 3G/UMTS zur Verfügung steht. Damit hat man für 30$ die größte Abdeckung in Australien. Quasi überall wo man Optus-Mobilfunkempfang hat, kann man auch surfen.

 

Telstra Again…
Wenn man sich vor Ort ein 3G-Phone kauft, kann man mit den oben besprochenen Browse Plus Packs auch in UMTS-Geschwindigkeit surfen. Die Verfügbarkeit des Telstra-3G-Netzes ist die höchste in Australien und noch größer als die des GPRS-Netzes, also massive! Aber wer will schon mit High Speed surfen, wenn 50 Dollar in 10 Minuten verbraten sind? Und 89$ für 1 GB sind definitiv zu viel!

 

3 – Die Alternative
Ein interessantes Angebot kommt von 3 (Three): 2 GB Breitband (3G) im Monat für 29$, jetzt auch als Prepaid. Nachteil: Das Breitband-Netz ist nur in den großen Städten verfügbar, außerhalb wird zu Extrakosten und Modemgeschwindigkeit ins Telstra-Netz geroamt. Dieses Angebot macht vor allem Sinn, wenn man sich längere Zeit in den Metropolen aufhält und von Natur aus zur Internetabhängigkeit tendiert.

 

Hier gibt es Infos zur Netzabdeckung:
Coverage Checker

 

Das Modem gibt es übrigens auch kostenlos, man muss dann aber einen 12-Monatsvertrag abschließen. Das will man als Traveller wohl eher nicht.

 

Fazit
Wenn man nur ab und zu mal Emails checken will, bietet sich eine Telstra Prepaid-Karte mit dem Browse Pack Plus an. Man benötigt nicht unbedingt einen Rechner, weil Surfen hier eh flach fällt. Lediglich ein Mobile Phone mit Email Client und GPRS-Fähigkeit wird benötigt. Wenn man zum Telefonieren lieber auf günstigere Angebote wie Optus Prepaid, Three oder Vodafone zurückgreifen will, könnte ein zweites Telefon sinnvoll sein, um nicht ständig Karten tauschen zu müssen.

 

Wenn man das Internet intensiver nutzt und sich länger in den Großstädten aufhält, ist Three das beste Angebot, Optus wenn man travelt. Um sein Notebook nutzen zu können, benötigt man ein 3G-Modem, das neu etwa 200$ kostet. Bei Ebay gibt es aber viele SIM-lock freie gebrauchte Angebote.

 

Zu Vodafone habe ich leider keine Infos, vielleicht später.

 

7 Kommentare zu “Internet in Australien”

  1. Timm,

    Schon mal was von Unwired gehört? http://www.unwired.com.au/unwired/prepaid_plans.php Denke das ist auch ne gute Möglichkeit.

  2. Rainer,

    Hi Timm, hab ich noch nicht, es scheint langsam Bewegung in das mobile Internet zu kommen, danke! Leider ist man mit unwired noch auf NSW und VIC beschraenkt, was mit 3 und seinen paar Grosstaedten ja auch nicht besser ist… in zwei Jahren sieht das aber sicher anders aus.

  3. Timm,

    Wenn es bis November nicht besseres gibt, werde ich das ganze wohl testen. Die Hardware gibt es günstig bei ebay. Bin dann für 3 Monate in Sydney und werde berichten.

  4. diana,

    Hey hey,

    bin durch zufall, beim googlen, auf eure seite gelangt… sry, ganz genau hab ich sie bisher noch nich betrachtet, ich werde es aber nachholen!
    interessant finde ich auf jedenfall die bericht erstattung zwecks des internet in australien..
    meine situation: am 16.09. werde ich im Flugzeug gen Down Under sitzen zwecks ein Jahr mit Working Holiday Visum umher düsen.
    Im Handgepäck: mein kleines, neues Schatzilein: Acer Aspire One A150.
    Also ein Netbook mit integrierten W-Lan-Modem, ganz ganz fein der kleine.
    So. Diese ganze sache mit dem Handy im Internet und bla kapier ich mal gar nicht.
    Ich möchte alles nötige (Emails, Blog, Bank-Kram…) mit meinem kleinen Acer abwickeln.
    Ich stell mir vor, ich setz mich hin – event. in nen Cafe, welches nen Hotspot anbietet (hab mal gelesen davon gibts in Australien viele, die das sogar kostenlos tun – stimmt das?) oder in nen Internetcafé und los gehts.. also recht unproblemematisch. Oder auch in Hostels oder so wird ja Internet angeboten. Ist es wirklich so einfach, oder habe ich grundlegend falsche Vorstellungen und muss mich nun doch noch um den UMTS oder andern Geschiss kümmern… ?

    Achja, wenn ich einmal dabei bin – empfiehlt es sich nen separates Anschlusskabel zu kaufen mit australischen Stecker dran oder reicht der Adapter? Wegen der Spannung brauch ich mir ja keine Sorgen machen, oder? Zumindest hab ich bisher immer gelesen, das deutsche Geräte kompatibel sind…

    Sorry, wenn das jetzn bissel viel war – aber mir hat sich an den Beirtag der Eindruck erweckt, hier weiß mal jemand tatsächlich aus erster Hand von was er schreibt ;)

    herzliche Grüße aus Thüringen!

    Diana

  5. Rainer,

    Hi Diana, kostenlose Hotspots sind selten, in den Großstädten gibt es sie aber. Vor allem die großen Shopping Malls bieten manchmal einen begrenzten Zugang an. Hostels kann ich nicht genau sagen, wir halten uns dort eher nicht auf, vom Gefühl her hat aber nicht mal jedes dritte WLAN. Aber ein freies Netzwerkkabel sollten schon einige mehr haben. Je weiter man ab vom Schuss ist, desto schwieriger wird es, guenstig und unkompliziert ins Netz zu kommen.

    Um UMTS kannst Du Dich erst hier vor Ort kümmern, weil die deutschen Geräte in Oz nicht funktionieren. Und es ist sicher die teuerste Variante, weil bis auf Three und Unwired (siehe Timms Vorschlag) alle nur 12-Monatsverträge anbieten, die man als Traveller nicht so einfach bekommt.

    Darum wäre es hilfreich, wenn Dein deutsches Handy über eine Modem-Software verfügt, die Du auf Deinem Acer installierst. Dann holst Du Dir hier eine Optus- oder Telstra Prepaid-Karte, schließt Dein Handy per USB oder Bluetooth and den Acer an und verbindest Dich mit der Handy-Software mit dem Netz. Ganz einfach!

    Bei Optus kann man sich jetzt 30 MB für 10$ kaufen (Telstra gibt immerhin noch 20 MB) , womit man locker ein paar Tage Emails lesen und Bankgeschäfte erledigen kann. Die Verbindung ist zwar nicht die schnellste, dafür kann man überall ins Internet wo man Mobilfunkempfang hat.

    Vor allem für Online Banking würde ich im Zweifelsfall das Modem einem Internet-Café vorziehen. Und ohne Virenscanner solltest Du Deinen Acer auch nirgendwo ins Netz hängen!

  6. diana,

    hey hey,

    tausend dank für die Antwort!!

    na, es wird schon irgendwie schief gehen. es gibt ja immer irgendwie Leute, die einen im problemfall sicher irgendwie weiter helfen können.
    Nur eine Frage noch -was meinst du, würde der kostenlose AntiVir als Virenscanner ausreichen? Oder kannst du was besserers empfehlen?

    viele grüße!

    diana

  7. Rainer,

    Ich nutze ausser der Windows-Firewall nix anderes. Ich moechte Dich nicht mit ueblen Nerd-Kram nerven, aber viele Leute haben ein virtuelles Linux installiert, mit dem sie browsen. Wenn man fertig ist, wir automatisch der Zustand vor dem Surfen hergestellt. Selbst wenn man sich Viren eingefangen hat, sind die beim naechsten Mal wieder weg. Einfach kostenlosen VM Player laden und eine Virtual Appliance speziell zum Surfen.

    Mehr Infos unter http://www.vmware.com

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